Geschichte des Berufs der Orthoptistin

Geschichte des Berufs der Orthoptistin

orthoptistinDie Wurzeln der orthoptischen Diagnostik und Therapie kann man bis in das alte Ägypten zurückverfolgen. Die erste Aufzeichnung über ein Gegenmittel zur Behandlung des Schielens stammt aus der Zeit um 1500 v. Chr. Die Anatomie des Auges wurde bereits in der Zeit des Hellenismus beschrieben. Hippokrates, der bekannte griechische Arzt, hat die Schielerkrankung in unterschiedliche Formen eingeteilt und war der Meinung, dass Schielen genetisch bedingt ist. Im Laufe der Jahrhunderte gab es unterschiedliche Methoden, das Schielen zu behandeln, z. B. so genannte „Schielmasken“, durch deren Löcher die Augen zum Geradeaussehen gezwungen werden sollten. 1743 wurde die Okklusionsbehandlung entwickelt und erkannt, dass die Brillenkorrektur wichtig ist. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Augenmuskeloperationen gegen das Schielen durchgeführt. In dieser Zeit wurden die unterschiedlichsten Untersuchungs- und Behandlungsmethoden in der Strabologie entwickelt.

Die Moderne Orthoptik ist jedoch noch keine hundert Jahre alt. Die erste „Orthoptistin“, so offiziell anerkannt und angesehen, war Frau Mary Maddox, die zusammen mit ihrem Vater, dem englischen Augenarzt Ersnest E. Maddox, Methoden zur Untersuchung und Behandlung von Schielpatienten entwickelte. Zusammen mit Sheila Mayou gründete sie 1930 in London die erste Orthoptikschule, 1932 folgten zwei weitere in England. 1937 wurde die „British Orthoptic Society“ und 1967 die „International Orthoptic Association“ in London ins Leben gerufen.

Heute ist der Beruf der Orthoptistin ein Fachberuf des Gesundheitswesens, und wird unter anderem in Deutschland im Berufsverband der Orthoptistinnen organisiert.

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Amblyopie-Admin